Ein Energieeffizienznetzwerk besteht aus 10 bis 15 Unternehmen. Es ist unschädlich, wenn diese Unternehmen aus verschiedenen Branchen kommen. Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass ein Branchenmix für den erfolgreichen Verlauf eher von Vorteil ist, da dann die bei branchenspezifischen Netzwerken bestehende Problematik der Konkurrenzsituation nicht auftritt. Die teilnehmenden Unternehmen sollten jährliche Mindestenergiekosten von 150.000 € haben. Die entstehenden Kosten der Energieeffizienz-Tische werden in einigen Bundesländern gefördert. Einen Überblick über Fördermöglichkeiten bietet die Förderdatenbank des Bundes.
Durch die Beteiligung am Netzwerk wird die Energieeffizienz in den teilnehmenden Betrieben gegenüber dem Durchschnitt der Industrie um den Faktor 3,5 gesteigert. Durch die gemeinsame Arbeit und das begleitende professionelle Managememt entstehen Synergien. Unternehmen sparen dadurch Such- und Entscheidungskosten, da sie in vielen Fällen auf Erfahrungen ihrer Partnerunternehmen zurückgreifen können. Die am Projekt Hohenlohe teilnehmenden 9 Unternehmen haben seit 2001 ihre Energieeffizienz um 18,3 % gesteigert und 2006 im Durchschnitt 110.000 € an Energiekosten eingespart.
LEEN ist ein Managementsystem für die Steigerung der Energieeffzienz und die Reduzierung des CO2-Ausstosses in der Wirtschaft . Es bietet standardisierte Tools für Initiatoren, Projektträger, Ingenieure und Moderatoren zum Aufbau und Betrieb von EnergieEffizienz-Netzwerken und unterstüzt damit die überbetriebliche Zusammenarbeit in vertraglich vereinbarten Projekten. Die seit 2002 entwickelte Methode wird heute bereits von vielen Unternehmen genutzt.
Einen aktuellen Überblick bietet http://www.industrie-energieeffizienz.de/energieeffizienz-netzwerke.html
Im Vergleich mit Einzelberatung oder Schulungsangeboten sind die Kosten für die Ermittlung von Maßnahmen und die Mitarbeiterqualifizierung wesentlich günstiger. Im lernenden Unternehmensnetzwerk profitieren Unternehmen
Die regelmäßige Betreuung über einen mehrjährigen Projektzeitraum unterstützt die Unternehmen dabei ihre spezifischen Energiebilanz kontinuierlich zu verbessern, systematisch Energiekosten zu sparen und ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren. Das jährliche Monitoring sorgt für nachvollziehbare Ergebnisse und Transparenz.
Das erste Netzwerk in Deutschland wurde 2002 vom Modell Hohenlohe e.V. in Baden-Württemberg mit Förderung des Umweltministeriums Baden-Württemberg gegründet und vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) Karlsruhe wissenschaftlich begleitet. Seit Mitte 2009 arbeiten deutschlandweit mehr als 20 Netzwerke. Aktuelle Daten zu allen Netzwerken veröffentlicht die Deutsche Energie-Agentur unter www.industrie-energieeffizienz.de/