Voraussetzungen für den erfolgreichen Betrieb

Anforderungsprofil Moderator/in?

Im Mittelpunkt stehen die Interessen und Bedürfnisse der Unternehmen. Die vordringliche Aufgabe besteht in einer geschickten Lenkung der kommunikativen Prozesse um ein Vertrauensverhältnis zwischen den Beteiligten aufzubauen, das es erlaubt, betriebsinterne Daten auszutauschen.

Wesentliche Aufgaben sind:

  • In Gang setzen des gruppendynamischen Prozesses und diesen über die Projektdauer hinweg aufrecht zu erhalten
  • Störungen dieses Prozesses rechtzeitig erkennen und aktiv bekämpfen
  • In Zusammenarbeit mit dem energietechnischen Berater (LEEN) Entwicklung gemeinsamer Gruppenziele für die Steigerung der Energieeffizienz und der Reduzierung der CO2-Emissionen auf der Grundlage der Initialberatungsberichte
  • In Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen, dem energietechnischen Berater (LEEN) und dem Projektmanagement Modifizierung der Maßnahmen- und Zeitplanung unter Berücksichtigung sich durch den Projektfortschritt ergebender neuer monetärer und ökologischer Gesichtspunkte
  • Vorbereitung der Sitzungen der Effizienz-Tische in Kooperation mit den Unternehmen, u. a. Festlegung der Inhalte der einzelnen Effizienz-Tisch-Sitzungen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Unternehmen (insbesondere unternehmensintensive Investitions- und Umsetzungsplanungen) fest
  • Organisation des Erfahrungsaustauschs zwischen den Unternehmen
  • Aufrechterhaltung des Dialogs mit den Unternehmen zwischen den Effizienz-Tischen
  • Bewertung der Fortschritte der Maßnahmenumsetzung und des Monitorings in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur und ggfs. beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen
  • Vermittler zwischen Projektmanagement und Unternehmen und zwischen energietechnischem Berater (LEEN) und Unternehmen
  • Unterstützung des innerbetrieblichen Umsetzungsprozesses und beim Umgang mit Behörden

Das Anforderungsprofil erfordert eine fundierte Moderatorenausbildung und Erfahrung beim Coaching von auf längere Zeit angelegten Unternehmensnetzwerken. Um bei den Unternehmen auf Akzeptanz zu stoßen, werden technisches Verständnis und vertiefende Branchenkenntnisse über die Branchen, aus denen Unternehmen am Netzwerk teilnehmen, vorausgesetzt. Außerdem benötigt er eine hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit. Personen, die dem Profil entsprechen, werden im Rahmen des ®LEEN Management System for Learning Energy Efficiency Networks zertifiziert.

Anforderungsprofil energietechnischer Berater/in (LEEN)?

Eine wichtige Rolle für das Funktionieren des Netzwerkes spielt der begleitende energietechnische Berater (LEEN). Zwischen ihm/ihr und den beteiligten Unternehmen muss ein Vertrauensverhältnis wachsen. Die Aufgabenabgrenzung zwischen energietechnischer beratender Begleitung und Moderation ist fließend. Je nach Kompetenz können auch Aufgaben aus dem Moderationsbereich hier angesiedelt werden.
Die wesentlichen Kernaufgaben des Ingenieurs sind:

  • Ganzheitliche Betrachtung und Verstehen der im Betrieb vorhandenen Versorgungstechnischen Anlagen und des Produktionsprozesses unter Berücksichtigung der individuellen Randbedingungen (Quellen - Senken)
  • Konkrete Benennung von detaillierten Optimierungsmaßnahmen mit Abschätzung der CO2-Reduktionspotenziale und der wirtschaftlichen Auswirkungen
  • Konkrete Beschreibung von Best Practice Lösungen zur späteren Behandlung bei den turnusmäßigen Treffen ("Eröffnung der Möglichkeit zur kostengünstigen Adaption von bewährten Lösungen für am Netzwerk beteiligte Unternehmen")
  • Vorschläge für übergreifende Systemlösungen mit abschnittsweiser Realisierung (Budget) unter Nutzung der Kenntnisse zum Stand der Technik
  • Sensibilisierung für Prioritätensetzungen in den Betrieben wie:
  • Bedarfsgerechter Anlagenbetrieb
  • Abwärmepotenziale
  • Regenerative Lösungen
  • Einsatz und Verbesserung von Standardlösungen
  • Analyse der Projektfortschritte, insbesondere bei der Maßnahmenverfolgung und beim Monitoring
  • Nutzung von Ingenieurnetzwerken und Kontakten zu Produktherstellern und Anlagenbauern für die Gewinnung von Referenten für die Durchführung der Treffen
  • Unterstützung der Arbeit des Moderators

Der energietechnische Berater (LEEN) muss über vertiefende Branchenkenntnisse über die Branchen verfügen, aus denen Unternehmen am Netzwerk teilnehmen und über Erfahrung in der Arbeit mit unternehmensübergreifenden Netzwerkstrukturen verfügen. Er muss deshalb bereits in ähnlichen Projekten gearbeitet haben. Außerdem sind kaufmännische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen Voraussetzung. Personen die dem Profil entsprechen, werden im Rahmen des LEEN Management System for Learning Energy Efficiency Networks zertifiziert.

Aufgabe der Initialberatung?

Die Ergebnisse der Initialberatung im einzelnen Betrieb sind die Basis für die Projektarbeit im Netzwerk. Bereits in dieser frühen Phase werden deshalb die Weichen für den Erfolg des Netzwerks gestellt. Je besser die von den Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Projektteam erarbeiteten Datenbasis ausfällt, je größer sind die Chancen, aus der weiteren Arbeit Gewinne für das Unternehmen zu generieren. Die Initialberatung wird in einem umfassenden Briefing vorbereitet und beinhaltet:

  • Erste Bestandsaufnahme vor Ort
  • Bestandsanalyse, Mängel/Schwachstellen
  • Aufzeigen von Einspar-/Optimierungsmaßnahmen und Potenzialen
  • Monetäre Bewertung der aufgezeigten Potenziale
  • Empfehlungen für weiteres Vorgehen
  • Schriftlicher Bericht an die teilnehmenden Unternehmen

Der schriftliche Bericht sollte vom Projektteam mit der technischen und kaufmännischen Ebene und den Geschäftsleitungen in den Betrieben besprochen werden.

Aus dem Initialbericht leiten die Unternehmen ihre Maßnahmenplanungen ab. Diese bilden die Grundlage für die

Benötigen Unternehmen eine gemeinsame Zielsetzung?

Das gemeinsame Ziel setzt einen Benchmark mit anderen Netzwerken und erlaubt so den Vergleich verschiedener Netzwerke. Es ist wichtig für den gruppendynamischen Prozess im Netzwerk, da es die Identifikation der beteiligten Personen mit ihrem Netzwerk steigert. Die Motivation zur Umsetzung bei den teilnehmenden Betrieben wird gefördert, da die Zielsetzung die gegenseitige Verpflichtung etwas zu bewegen erhöht, und die betriebsinterne Argumentation für die Festlegung der Investitionsprioritäten unterstützt wird.

Was passiert bei den regelmäßigen Treffen?

Das erste Treffen findet zum Projektstart statt. Es dient dem Kennenlernen der Beteiligten und der Vorbereitung der Initialberatungen. Das zweite Treffen findet in der Regel nach Abschluss der Initialberatungen statt.

Die wesentlichen Aufgaben dieses Treffens sind

  • die Erarbeitung eines gemeinsamen Zieles
  • die Festlegung des konkreten Arbeitsplans, mindestens für die nächsten 12 Monate (Inhalte der nächsten Tische, Informationsverteilung, Intervalle der Treffen, Berichterstattung etc.)
  • Die Erstellung eines Zeitplans für die Zielerreichung

Die weiteren Treffen beinhalten

  • die von den Unternehmen festgelegten Technikthemen
  • Erfahrungsaustausch
  • Information über Fortentwicklung der nationalen und internationalen Energiepolitik
  • einmal jährlich eine Thematisierung der Maßnahmenverfolgung und eine Diskussion der Ergebnisse des Monitoring

Ein wichtiges Element des Erfahrungsaustausches ist der Austausch der Unternehmen untereinander. Hier ist es notwendig, dass "Räume" für den Erfahrungsaustausch geschaffen werden. Eine gute Möglichkeit hierfür sind Vorort-Termine in den Unternehmen in Verbindung mit den Treffen, bei denen gezielt Best Practice aus dem gastgebenden Unternehmen vorgestellt wird.

Wie häufig treffen sich die Teilnehmer/innen?

Die Teilnehmer treffen sich regelmäßig, im Schnitt alle 3-4 Monate. Die Treffen sind die Drehscheibe für den Erfahrungsaustausch. Um eine kontinuierliche Arbeit des Effizienz-Tisches und Lerneffekte bei den beteiligten Personen zu gewährleisten, muss das Unternehmen für die Dauer des Projekts einen festen Ansprechpartner benennen, der das Unternehmen vertritt. Von Vorteil ist zusätzlich die Benennung eines Stellvertreters je Unternehmen. Die Treffen sollten alternierend bei den beteiligten Unternehmen stattfinden